Mireille und Pa Liong

Habt einen schönen Vatertag

Mireille und Pa Liong

Mireille und Pa Liong

Mein Vater Daisy Hedwig Liong-A-Kong ist in vielerlei Hinsicht mein Held. Er war nicht nur immer für uns, seine Familie, da, er war Vorbild, Inspiration und Ansporn.

Als Junge in Paramaribo, Surinam, aufgewachsen, war er der Jüngste in der 13-köpfigen Familie, nach der Grundschule besuchte er auch die Hendrikschule. Nicht lange danach wurde ihm eine Stelle als Wochenarbeiter in Moengo bei Suralco angeboten. Drei Jahre lang arbeitete und sparte er, um die Überfahrt in die Niederlande zu bezahlen.

Als er bezahlt wurde, sagte er mir, er würde Zigaretten kaufen, das Nötigste wie Unterwäsche und der Rest ging ins Sparschwein, bis er genug für die dreimonatige Bootsfahrt ins koloniale Mutterland hatte.

Dort arbeitete er zunächst als Kolporteur. Er habe an der deutschen Grenze Zeitschriften verkauft und gutes Geld verdient, sagt er. Mit dem Geld konnte er gut sparen und so hatte er genug für meine Mutter Hertha Gladys Ritfeld, heiraten. Als sie verheiratet waren, studierte er Landwirtschaft, während meine Mutter als Krankenschwester arbeitete.

Das war in Deventer zu einer Zeit, als es kaum Öfen gab, geschweige denn Zentralheizung. Baden oder Duschen war einmal pro Woche in einem Badehaus möglich. Aber die Geschichten, die er über diese Zeit erzählt, sind urkomisch. Mein Bruder und ich saßen oft brüllend mit Tränen in den Augen da und hörten zu, was er durchgemacht hatte.

Als leidenschaftlicher Fußballer und Kapitän seiner Mannschaft wurde zum Beispiel manchmal versucht, ihn mit einer extra "Kugel" zu bestechen, um einen Platz in der Aufstellung zu garantieren. Es gab auch einen Spieler, der sehr gut war, aber in einer schlechten Verfassung, der dann eine Verletzung "fälschte", um zu Atem zu kommen.

So schön es in den Niederlanden war, dachten er und meine Mutter, es reicht im kalten Europa nach dem Studium. Sie wählten das warme Surinam, wo mein Vater seine Karriere bei der SML, der Machinery Agriculture Foundation in Wageningen im Bezirk Nickerie, begann.

Die Disziplin meines Vaters wurde uns von klein auf eingeimpft. Am Morgen aßen wir zusammen mit einem Sandwich und Tee. Am Nachmittag nach der Schule gab es Abendessen, Hausaufgaben und obligatorische Ruhezeit. Erst nach drei Stunden durfte man mit Freunden spielen. Das war als Kind ziemlich schwer, aber am Ende hat es uns nicht geschadet.

In den achtziger Jahren, als ich aufs College ging, gab es kaum Devisen im Land. Als Suriname hatte ich auch keinen Anspruch auf Studienfinanzierung. Ich weiß nicht genau, wie er das geschafft hat, aber ich konnte mein Studium problemlos abschließen, weil er dafür gesorgt hat, dass das Geld für die UVA immer pünktlich da war, sowie Geld für Bücher und sogar Krankenversicherung. Ohne ihn, seine harte Arbeit, sein Beispiel und meine Mutter an seiner Seite werde ich dem Titel Dr. in der Informatik erreicht hätte.

Sie waren beide am Tag meines Abschlusses dort. Auch dank ihm. Meine Mutter, die eigentlich vor einigen Monaten in den Niederlanden war, sagte, er solle gehen, weil es sonst zu mühsam wäre. Mein Vater wollte nichts davon hören. Deine Tochter wird ihren Abschluss machen, das passiert nur einmal und du musst dabei sein. Ich bin glücklich, meine Mutter glücklich, wir sind alle glücklich!

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus dem reichen Leben meines Vaters und den Lektionen, die ich von ihm gelernt habe. Papa hier, einen schönen Vatertag!

Auch an alle lieben Surinamesen, Nicht-Surinamesen und Weltväter, die das Leben ihrer Kinder bereichern.

Papa und i2 twittern

Bei meinem Abschluss

Papa und ich

Fahrt nach Wageningen. Damals hatte ich noch lockig

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