Krauses Haar im Fernsehen in Amerika

Mein erstes amerikanisches Fernseherlebnis

Letzten Sonntag war es soweit. Ich, das kleine schwarze Mädchen aus Surinam, wäre im amerikanischen Fernsehen zu sehen. Nicht in einer normalen Fernsehsendung oder für ein Straßeninterview oder so, nein. Im Here and Now-Programm, einem renommierten tagesaktuellen Programm, das Experten und Führungskräfte zu Wort kommen lässt und sie gleichzeitig auf die Probe stellt.

Nein, ich war vor oder während der Aufnahmen absolut nicht nervös. Andererseits. Ich habe mich sehr darauf gefreut, denn es ist nicht nur eine große Ehre, von einer solchen Plattform eingeladen zu werden, sondern es ist wunderbar anregend, mit jemandem auf diesem Niveau ins Gespräch zu kommen. Jemand, der die Materie versteht, jahrelange Erfahrung in der Befragung von Menschen hat und auch vor schwierigen Fragen nicht zurückschreckt. Für mich war dies eine ideale Plattform, um mich auszudrücken. In einem intellektuell kritischen Umfeld lässt sich das Thema krauses Haar am besten diskutieren, um die Stereotypisierung von krausem Haar zu beenden und gleiche Haarrechte zu verwirklichen.

Obwohl ich während der Dreharbeiten nicht nervös war, war ich ehrlich gesagt ein wenig nervös, als die Sendezeit näher rückte. Es gilt immer abzuwarten, ob die Botschaft gut ankommt, egal wie gut Sie es meinen. Stottern, Stottern, sehr oft, wenn ich mich in eine Diskussion einlasse, werfe ich hier und da ein niederländisches Wort ein. Umgekehrt ist es kein Problem, denn Niederländisch und Surinam verstehen Englisch und verstehen normalerweise, wovon Sie sprechen.

Werfen Sie versehentlich ein niederländisches Wort in eine englische Konversation ein und sehen Sie die Fragezeichen in den Gesichtern. Ich hatte gehofft, dass dies während des ach so lustigen Gesprächs mit Sandra Bookman, Moderatorin von Here and Now, nicht passiert war.

Zusammen mit meinem Vater, der in Surinam lebt und per Skype und Amber zuschauen konnte, einer 18-jährigen Tänzerin mit surinamischen Wurzeln, habe ich die Sendung live verfolgt. Ich war abgelenkt, indem ich hier und da SMS schrieb, aber es war eine großartige Erfahrung. Die Kommentare machen mich immer glücklich.

Was mir auffällt, ist, dass die Leute immer glücklich sind, wenn ich Suriname erwähne. Das finde ich lustig, denn für mich gehört es einfach dazu. Meine Wurzeln sind buchstäblich in Surinam verwurzelt, ich bleibe ein Kind von Daisy Liong-A-Kong und Hertha Gladys Ritfeld, zwei liebevollen Surinameen, die geboren und aufgewachsen sind. Es spielt also keine Rolle, wohin ich gehe oder stehe, meine (Groß-)Eltern und Suriname sind in meiner DNA, in meinem krausen Haar.

Mit Mama und Papa in Surinam