Carolines Haargeschichte

Entspannung fing an, als ich zwölf war. Du weisst. Freunde durften es schon in der Grundschule, ich durfte es als eine Art Belohnung als ich auf die weiterführende Schule ging. Ich habe mich in der Schule besonders bemüht, denn wenn meine Eltern mit meiner Note zufrieden wären, könnte ich mein krauses Haar glätten!

 

Okay, hier kommt es dann. Meine Haargeschichte. (Ich hoffe, meine Haare können mir eines Tages verzeihen.)

1994

Entspannung fing an, als ich zwölf war. Du weisst. Freunde durften es schon in der Grundschule, ich durfte es als eine Art Belohnung als ich auf die weiterführende Schule ging. Ich habe mich in der Schule besonders bemüht, denn wenn meine Eltern mit meiner Note zufrieden wären, könnte ich mein krauses Haar glätten!

Oh, wie glücklich ich mit meinen losen, strapazierten Haaren war. Kämme mir jeden Tag die Haare... Super! Eigentlich ging es eine Weile (ca. 2 Jahre) gut mit der Entspannung, die übrigens von einer Tante statt vom Friseur gemacht wurde.

1996

Die Dinge liefen sehr schief, als ich mit dem Fön, dem Lockenstab und dem Welleneisen bekannt gemacht wurde. Das 3-wöchentliche Ritual des Waschens, Rollens und Trocknens wurde durch ein viel kürzeres Ritual ersetzt. Wöchentlich waschen, trocknen lassen oder föhnen und dann mit dem Lockenstab loslegen. Warum das stundenlange Ritual fortsetzen, wenn es viel schneller gehen könnte? Schließlich habe ich meine Haare nur mit Haarfett gepflegt: Dax. Ich hatte alle Düfte und Farben. Roter Dax eignete sich zum Kräuseln von Haaren, Grüner, wenn Sie das Haar nass tragen wollten. Ich habe sogar das Schwarze verwendet, das Haarbruch verhindern soll.

Meine Haarspitzen wurden immer dünner. Ich konnte mit dem Wachstum nicht mithalten. Außerdem habe ich irgendwann verschiedene Arten von Relaxern verwendet und von Freunden und Bekannten machen lassen. Jedes Mal, wenn ich zum Friseur ging, wurde ich mit einer anderen Marke von Relaxer beschmiert. Jemand hatte immer eine bessere Marke auf den Markt gebracht und ich habe es ausprobiert. So ging es jahrelang, bis ich die ungesunden, ständig brechenden Haare wirklich satt hatte. Ich habe meine Haare mit Kunsthaar geflochten und mit Flechten abgewechselt. Ich habe mich damals nicht getraut, einen „großen Schnitt“ zu machen, aber jedes Mal, wenn meine Haare neu geflochten oder gewebt werden mussten, schnitt ich einen Zentimeter ab.

2003