Mein ede bigi

Wenn ich etwas von der niederländischen Kultur gelernt habe, dann calvinistisch. „Mach es einfach, dann benimmst du dich verrückt genug“ war für mich daher lange keine Option. Obwohl ich langsam aber sicher aus dem Joch krieche, bleibe ich sehr holländisch nüchtern. Ich lasse mich also nicht leicht täuschen. In surinamischen Begriffen wächst mein Kopf nicht so schnell. Ich selbst füge hinzu, dass mein Afro schon groß genug ist.



Trotzdem kann ich nicht leugnen, dass ich mich sehr geschmeichelt fühlte, als das Port of Harlem Magazine meine Ausstellung präsentierte Schlechtes Haar vom Feinsten in Manhattan letztes Jahr war beeindruckend genug, um meine Geschichte zu veröffentlichen. Zum Glück habe ich mir nur die Haare geschnitten, denn ehrlich gesagt ist mein Kopf im Moment sehr gewachsen und mein Afro ist jetzt, wo das Magazin in den Regalen steht, vielleicht zu viel des Guten.

Wayne, Herausgeber und Chefredakteur des Hafens von Harlem, rief mich an, nachdem er die Ausstellung hatte gesehen, dass er die Fotos liebte und deshalb meine Geschichte in sein Magazin aufnehmen wollte. Das fand ich natürlich verrückt. Nun musste ich einige Fragen beantworten und Bilder schicken.

Jetzt habe ich mehr als genug von ihren Fotos, aber weil es mein Job als Fotograf war, brauchte ich ein Foto mit einer Kamera in der Hand. Das war ein Problem. Ich habe nur eine professionelle Kamera. Es war also unmöglich, mich mit der Kamera in der Hand zu fotografieren.

Nach viel Seufzen, Mühsal und Schwitzen habe ich mich einfach dazu entschlossen vor dem Spiegel zu fotografieren. So kommt die Kamera ins Bild. Als Wayne die Geschichte hörte, fragte er ungläubig In den Spiegel? Wie hast du das geschafft? Ich sehe überhaupt keine Spiegelung.

Dafür braucht man einen Profi, prahlte ich zuerst lachend, aber dann habe ich es einfach erklärt. Ich habe das Spiegelreflexproblem gelöst, indem ich mit natürlichem Licht gespielt habe, das von verschiedenen Seiten in mein Zimmer fällt. Zum Glück war es ein super sonniger Tag und ein Blitz war unnötig. Wenn Sie den Spiegel strategisch platzieren und mit den Einstellungen Ihrer Kamera spielen, werden Sie dorthin gelangen.

Im Moment genieße ich es, dass meine Arbeit noch mehr wahrgenommen und geschätzt wird. Nicht, weil ich notfalls auf allen Titelseiten sein möchte, sondern weil Kroesedes endlich die Anerkennung bekommen, die sie verdienen. Die Kunst und Schönheit von krausem Haar wurde viel zu lange vernachlässigt. Es macht mir einfach Freude, die Haarschnitte ins Rampenlicht zu rücken und so einen positiven Beitrag zur Diskussion um unseren Haartyp zu leisten.

 

antworten

Hinweis: Kommentare müssen vor der Veröffentlichung genehmigt werden.